Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e.V.
Nordrhein-Westfalen

E-Mail: nrw@bdvi.de
Internet: nrw@bdvi.de

02.11.2013 | ALKIS - der Morgen danach

Gut besuchte Expertenrunde diskutiert kontrovers über die bundesweite ALKIS-Einführung

Das seit Jahren als fester Bestandteil des INTERGEO-Kongresses veranstaltete BDVI-Forum stand 2013 im Zeichen der ALKIS Ein- und Fortführung. Es ging um die Stellung der ÖbVI in diesem Prozess, die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und ÖbVI,  Anlaufschwierigkeiten und Fortführungsstop, um Investitionen und Qualifizierung, Wirtschaftlichkeit und Effektivität und um Möglichkeiten und Chancen, die sich aus den ALKIS-Daten ergeben können.

Das Thema ist äußerst aktuell, nicht zuletzt belegt durch die goße Anzahl von Zuhörern. Es dürfte eines der bestbesuchten BDVI-Foren der letzten Jahre gewesen sein.

Das Podium war hochkarätig besetzt. Die Verwaltung war vertreten durch Dipl.-Ing. Klaus Mattiseck aus dem Minsterium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalens und Andreas Schleyer aus dem Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württembergs. Daneben kamen auch weitere Behördenvertreter aus dem Publikum zu Wort.

Den BDVI vertraten die ÖbVI Hagen Wehrmann und Thilo Fischer aus Hessen, Hans-Erich Rader aus Rheinland-Pfalz und nicht zuletzt Dr. Andreas Rose aus Nordrhein-Westfalen, der das Forum moderierte und dem es gelang, eine ausgewogene und lebhafte Diskussion zwischen den Podiumsteilnehmern unter Einbeziehung des Publikums in Gang zu bringen.

Wie zu erwarten, waren die Meinungen vielschichtig und teilweise widersprüchlich. Insbesondere bei der vor allem interessierenden Frage der Einbeziehung der ÖbVI in den ALKIS Prozess sind unterschiedliche Auffassungen vorhanden. Festzustellen ist aber, dass die allgemeine Tendenz dahin geht, dass zukünftig ALKIS-Objekte für die Katsterfortführung bereitzustellen sein werden. Da sich dadurch auch die Arbeitsanteile zwischen ÖbVI und Verwaltung verschieben, sind Diskussionen zum Fortführungsprozess insgesamt erforderlich.

Klar wurde auch, dass die Anforderungen an die ÖbVI im Rahmen der Einführung sehr unterschiedlich sein können. Büros, die auch bisher schon objektorientiert gearbeitet haben, werden nur einen Bruchteil des Qualifizierungsaufwandes und wesentlich weniger Investitionsbedarf haben, als die Büros, die sich mit solchen Fragen bisher nicht beschäftigt haben und im GIS-Bereich über keine Erfahrungen verfügen.

Es war alles in allem ein aktuelles, interessantes und notwendiges Thema, das auf dem diesjährigen BDVI-Forum behandelt wurde.

Dr.-Ing. Wolfgang Guske ÖbVI

zurück zur Übersicht